Fehlercode

Fehlercodes für Katalysator, AGR, OPF, GPF, DPF, Lambdasonde und Turbolader

Fehlercodes im Zusammenhang mit der Abgasreinigung gehören zu den häufigsten Ursachen für das Aufleuchten der Motorwarnleuchte. Sie können den Katalysator, das Abgasrückführungssystem (EGR), den Benzinpartikelfilter (OPF/GPF), den Dieselpartikelfilter (DPF), die Lambdasonde oder die Ladedruckregelung des Turboladers betreffen.

Auf dieser Blog-Übersichtsseite finden Sie Erläuterungen zu wichtigen OBD-Fehlercodes, deren möglichen Ursachen und typischen Auswirkungen. Außerdem erfahren Sie, warum bestimmte Fehler nach einer Reparatur, einem Bauteilwechsel oder einer Modifikation der Abgasanlage erneut auftreten können.

Welche emissionsbezogenen Fehlercodes treten besonders häufig auf?

Fehlercodes des Katalysators

Fehlercodes im Bereich von P0420 bis P0434 weisen häufig darauf hin, dass die vom Motorsteuergerät berechnete Katalysatorleistung unter dem erwarteten Schwellenwert liegt. Zu den bekanntesten Meldungen gehören:

  • P0420: Effizienz des Katalysatorsystems unterhalb des Schwellenwerts, Bank 1
  • P0421: Effizienz des Warmlaufkatalysators unterhalb des Schwellenwerts, Bank 1
  • P0430: Effizienz des Katalysatorsystems unterhalb des Schwellenwerts, Bank 2
  • P0431: Effizienz des Warmlaufkatalysators unterhalb des Schwellenwerts, Bank 2

Mögliche Ursachen sind ein gealterter oder beschädigter Katalysator, Abweichungen bei den Signalen der Lambdasonden, Undichtigkeiten in der Abgasanlage oder veränderte Messwerte nach dem Einbau eines Downpipes oder einer anderen Abgasanlage.

EGR-Fehlercodes

Die Abgasrückführung wird international mit EGR abgekürzt. Typische Fehlercodes liegen im Bereich von P0400 bis P0409.

  • P0400: Störung im Abgasrückführungssystem
  • P0401: Unzureichender Durchfluss im Abgasrückführungssystem
  • P0402: Zu hoher Durchfluss der Abgasrückführung
  • P0403: Störung im Regelkreis der Abgasrückführung
  • P0404: Fehler im Abgasrückführungsbereich oder in der Leistung

Ablagerungen, ein klemmendes EGR-Ventil, falsche Sensorwerte, undichte Leitungen oder elektrische Fehler können dazu führen, dass die „Check Engine“-Leuchte wiederholt aufleuchtet.

OPF-, GPF- und DPF-Fehlercodes

Partikelfilter überwachen unter anderem die Beladung, den Differenzdruck, die Temperatur und die Regenerationsprozesse. Fehler können auftreten, wenn ein Filter verstopft ist, die Regeneration nicht abgeschlossen wurde oder die Sensorwerte außerhalb der erwarteten Bereiche liegen.

  • P2002: Partikelfilter-Wirkungsgrad unterhalb des Schwellenwerts
  • P2003: Partikelfilter-Wirkungsgrad unterhalb des Schwellenwerts, Bank 2
  • P242F: Partikelfilter durch Ascheablagerungen verstopft
  • P2452 bis P2455: Fehler im Bereich des Differenzdrucksensors
  • P2463: Partikelfilter durch Rußablagerungen verstopft

Bei Fahrzeugen mit einem modifizierten OPF, GPF oder DPF, einem Downpipe oder einer angepassten Abgasanlage können ebenfalls wiederkehrende Effizienz- und Plausibilitätsfehler auftreten.

Fehlercodes der Lambdasonden

Lambdasonden messen den Sauerstoffgehalt im Abgas und liefern wichtige Messwerte für die Gemischregelung und die Katalysatorüberwachung. Häufige Meldungen sind unter anderem:

  • P0130: Störung im Sauerstoffsensorkreis, Bank 1, Sensor 1
  • P0131: Signalspannung des Lambdasensors zu niedrig
  • P0132: Signalspannung des Lambdasensors zu hoch
  • P0133: Zu langsame Reaktion des Lambdasensors
  • P0136: Störung im Lambda-Sensor-Stromkreis, Bank 1, Sensor 2

Neben einem defekten Sensor können auch beschädigte Kabel, Undichtigkeiten im Abgassystem, Verbrennungsprobleme oder ein veränderter Abgasstrom dafür verantwortlich sein.

Fehlercodes für Turbolader und Ladedruck

Fehler bei der Ladedruckregelung können durch Undichtigkeiten, klemmende Stellmechanismen, defekte Drucksensoren, Probleme mit dem Wastegate oder Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Ladedruck verursacht werden.

  • P0234: Grenzwert der Ladedruckregelung überschritten
  • P0299: Ladedruck zu niedrig
  • P0243: Störung im Ladedruckregelventil-Stromkreis
  • P2263: Leistungsfehler am Turbolader oder im Ladedrucksystem

Warum treten Fehlercodes nach dem Löschen erneut auf?

Das manuelle Löschen eines Fehlercodes beseitigt nicht automatisch dessen Ursache. Wenn das Motorsteuergerät dieselbe Abweichung erneut feststellt, wird der Fehler erneut gespeichert und die „Check Engine“-Leuchte kann erneut aufleuchten.

Typische Gründe für wiederkehrende Fehlermeldungen sind:

  • Alterung oder verminderte Wirksamkeit des Katalysators und des Partikelfilters
  • Zeitweise auftretende oder grenzwertige Messwerte von Sensoren und Lambdasonden
  • Ablagerungen oder mechanische Probleme im AGR-System
  • Abweichungen durch Fallrohre oder modifizierte Abgassysteme
  • Lern- und Anpassungsprozesse des Motorsteuergeräts, die noch nicht vollständig abgeschlossen sind
  • Fehler, die nur unter bestimmten Last-, Temperatur- oder Fahrbedingungen auftreten

Wie funktioniert der OBD-Killer?

OBD-Killer wird extern an die OBD-Diagnosebuchse des Fahrzeugs angeschlossen. Bei der Erstinstallation lernt das Gerät die zu diesem Zeitpunkt aktiven Fehlercodes ein. Diese werden dann als erwartete Fehler behandelt.

Tritt ein erlernter Fehler erneut auf, versucht OBD-Killer, ihn automatisch aus dem Fehlerspeicher zu löschen. Dadurch kann verhindert werden, dass die Motorwarnleuchte aufgrund desselben erwarteten Fehlers dauerhaft leuchtet. Fehlercodes, die nicht erlernt wurden, bleiben sichtbar.

Der OBD-Killer verändert weder die Originalsoftware noch die Programmierung des Motorsteuergeräts. Das Fahrzeug muss das Löschen des entsprechenden Fehlercodes bei laufendem Motor unterstützen, und die erforderliche Bordspannung muss mindestens 13,3 V betragen.

Für welche Fahrzeuge ist der OBD-Killer geeignet?

Der OBD-Killer ist für fast alle kompatiblen Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2008 vorgesehen, die eine kompatible OBD-Kommunikation nutzen. Der Einsatz bei älteren Fahrzeugen ist ebenfalls möglich, sofern die erforderlichen Anschlüsse in der OBD-Diagnosesteckdose vorhanden sind.

Wird das Gerät in ein anderes Fahrzeug eingebaut, erkennt der OBD-Killer die neue Fahrgestellnummer und setzt seine gespeicherten Werte zurück. Anschließend kann er für das neue Fahrzeug neu eingelernt werden.

Fehlercodes im Blog nachschlagen

In den einzelnen Blog-Artikeln werden die jeweiligen Fehlercodes ausführlicher erläutert. Dort finden Sie Informationen zur Bedeutung des Codes, zu möglichen Ursachen, typischen Symptomen und geeigneten Prüfschritten.

Die Inhalte dienen als technische Orientierungshilfe. Bevor Sie den OBD-Killer verwenden, sollten Sie prüfen, ob ein sicherheitsrelevanter oder schwerwiegender technischer Defekt vorliegt.

Häufig gestellte Fragen

Was sind emissionsbezogene Fehlercodes?

Emissionsbezogene Fehlercodes betreffen unter anderem den Katalysator, die Abgasrückführung (EGR), den OPF, den GPF, den DPF, die Lambdasonden und die Ladedruckregelung. Sie können dazu führen, dass die Motorwarnleuchte aufleuchtet.

Welche Katalysator-Fehlercodes treten häufig auf?

Zu den häufigsten Katalysator-Fehlercodes gehören P0420 bis P0424 und P0430 bis P0434. Sie weisen oft auf eine Katalysatorleistung unterhalb des erwarteten Schwellenwerts hin.

Was bedeutet EGR?

EGR steht für Abgasrückführung (Exhaust Gas Recirculation).

Warum taucht ein Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?

Erkennt das Motorsteuergerät dieselbe Abweichung erneut, wird der Fehlercode erneut gespeichert. Das Löschen allein beseitigt weder eine technische Ursache noch eine wiederkehrende Abweichung der Messwerte.

Funktioniert der OBD-Killer nach einer Downpipe-Modifikation?

Der OBD-Killer kann auch bei wiederkehrenden emissionsbezogenen Fehlercodes nach Umbauten an der Abgasrohrleitung oder der Abgasanlage eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass der Fehlercode eingelesen wurde und dass das Motorsteuergerät das Löschen bei laufendem Motor zulässt.

Verändert OBD-Killer die Software des Motorsteuergeräts?

Nein. Der OBD-Killer wird extern an die OBD-Diagnosebuchse angeschlossen und verändert weder die Originalsoftware noch die Programmierung des Motorsteuergeräts.

Bleiben Fehlercodes, die nicht eingelesen wurden, sichtbar?

Ja. Der OBD-Killer behandelt nur die bei der Installation erfassten Fehlercodes als erwartete Fehler. Andere Fehlercodes, die nicht erfasst wurden, bleiben bei der Fahrzeugdiagnose sichtbar.

Ist OBD-Killer für alle Fahrzeuge geeignet?

Der OBD-Killer ist für fast alle kompatiblen Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2008 vorgesehen. Bei einigen Fahrzeugen kann es vorkommen, dass das Motorsteuergerät das Löschen von Fehlercodes bei laufendem Motor verweigert.